Ballettschule

Eine Ballettschule im Wandel der Zeit

 

Die Schule wurde am 1. Oktober 1970 von Frau Ursula Kunde im Torfweg 69 in Hamburg Eidelstedt eröffnet. Das Kursangebot umfasste eine Kinder- und eine Gymnastikstunde. Als ausgebildete Tänzerin in den Bereichen Moderner Tanz, Klassisches Ballett und mehrjähriger Anstellung als Tanzpädagogin und nicht zuletzt durch ihre mitreißende, begeisternde Art wuchs schnell die Anzahl ihrer Kurse.Es folgte die erste Schulaufführung im Frühjahr 1972 in den Räumen des Stellinger Gemeindehauses. Eine langjährige Schülerin, Christel Friedel, unterstützte Frau Kunde bis Mitte der `80iger Jahre. Jazz- und Step-Tanz wurden mit ins Unterrichtsprogramm aufgenommen.

1986 übernahm Anja Sprung als staatlich geprüfte und anerkannte Tanzpädagogin einen weiteren Teil des Unterrichts. Da sie selbst einst Schülerin von Frau Kunde war, fiel es ihr nicht schwer, den Stil und die Philosophie der Ballettschule mit zu tragen. Durch die Vielzahl der Schüler wurde es notwendig, die Schulräume 1988 zu erweitern. Zum 20-jährigen Jubiläum wurde mit großem Erfolg ein orientalischer Tanz präsentiert. Begeisterung und rege Nachfrage führte dazu, dass fortan auch dieser Tanzstil das Kursangebot bereicherte. Mittlerweile tanzten schon zwei Generationen an der Schule.

Frau Kunde verstarb im März 1993 und Frau Sprung führte auf ihren Wunsch hin die Ballettschule in ihrem Sinne weiter. Im Sommer 1993 folgte eine Komplettrenovierung der Räume. Der Tanzsaal mit einem Gelenkschonenden Schwingboden ausgestattet. Es gab immer wieder Schulaufführungen die unter einem Thema standen oder eine Geschichte erzählten. 1995 hatte die Schulaufführung zum ersten Mal eine Bühnendekoration.

1998 unterrichtete die Tanzpädagogin Christine Dirksen ein Jahr als Schwangerschaftsvertretung. Sie verließ leider die Ballettschule, um eine eigene Schule zu übernehmen. Die Lehrkraft Maren Franke, die seitdem für den Bereich Step-Tanz zuständig war, blieb bis heute. Das Kursangebot wurde zunehmend auch für „ältere Semester“ interessant, die ihr Können ebenfalls auf Aufführungen präsentierten. Seit 2002 finden die Aufführungen in der Mehrzweckhalle des Gymnasium Dörpsweg statt.

Trotz langer Chronik gibt es tatsächlich Schülerinnen, die seit dem ersten Tag der Ballettschule angehören. Zwischendurch haben sogar drei Generationen einer Familie hier getanzt. Dass sich Mutter oder Vater und Tochter oder Sohn die Klinke in die Hand geben – oder sogar gemeinsam tanzen – ist schon eine Selbstverständlichkeit geworden. Einige tanzen schon seit Jahrzehnten hier. Freundschaften wurden geschlossen. Tanzen verbindet und macht Freude, die über viele Jahre anhält.